Ganzheitlich Integrative Atemtherapie


Was muss man sich darunter vorstellen?

Ich habe 2018 mit der Ausbildung zum Ganzheitlich Intergrativen Atemtherapeut begonnen und schon nach kurzer Zeit gestaunt, wie intensiv die Begleitung mit dem Atem gehen kann. Das lässt sich nicht so einfach erklären, wenn man es nicht selbst erfahren hat. Früher habe ich (leider) auch hin und wieder witzig vermerkt, atmen müsse ich ja wohl nicht lernen, das würde ich bereits seit meiner Geburt tun.

Natürlich atmen wir seit unserer Geburt, aber wie? Die wenigsten Menschen atmen bewusst und viele atmen flach.

Viele Menschen habe irgendwann in Ihrem Leben eine schreckliche oder zumindest sehr stressige Erfahrung gemacht und den Atem angehalten. Damit haben sie ihre höchst unangenehmen Gefühle unterdrückt und "eingefroren". Damit ist aber auch das auslösende Ereignis nicht bewältigt und wir tragen es unter Umständen ein Leben lang mit uns umher.

Lernen wir dann in einer begleitenden Atemsitzung wieder tiefer zu atmen und machen die Erfahrung, dass wir uns in einem sicheren Raum befinden, können wir unsere alten Emotionen nicht nur wieder hervorholen, sondern die Erfahrung machen, dass uns unser Atem durch jedwede Erfahrung trägt (die ja bereits Vergangenheit ist), dass wir über ausreichende Ressourcen verfügen (denn wir haben es ja bis heute geschafft) und wir alte Ängste und Hilflosigkeit loslassen dürfen, um so eine neue Erfahrung und ein neues positives Gefühl zu intergrieren.

Ich finde es nicht leicht, die Atemtherapie zu erklären. Am besten man erfährt es selbst. Ich war sehr überrascht, welches Resultat die Arbeit mit dem Atem haben kann.

Was macht der Atemtherapeut? Er nimmt dich wahr mit dem, was ist. Er fragt dich vielleicht nach deinem Thema. Er nimmt deinen Atem wahr und lädt dich ein, deinen Atem wahrzunehmen. Er beobachtet jeder physische Veränderung. Er spricht mit dir. Vielleicht lädt er dich ein, sanfter oder auch stärker zu atmen. Das entscheidet der Prozess. Dein Atem reagiert empfindlich und unmittelbar sowohl auf physische als auch psychische Veränderungen. Obwohl die Atmung aber ununterbrochen unwillkürlich abläuft, ist sie die einzige Körperfunktion, die auch willkürlich gesteuert werden kann.


Meine Lehrer sind Tilke Plateel-Deur und Hans Mensinck. Hier ein Zitat von Tilke:

„Der ‚Spirit of Breath‘, also der Geist des Atems, hat die Fähigkeit, uns mit unserer wirklichen Kraft in Kontakt zu bringen und uns mit einer Energie zu verbinden, die größer ist als wir selbst.“

https://www.institut-atemtherapie.de/dozent/tilke-platteel-deur-atemtherapeutin/

„Mit dem verbundenen Atem gelingt es uns einen sicheren Raum zu schaffen, in dem wir unser wahres Selbst erfahren können.



Dass sich der Atem auch wunderbar als Einstieg in die Meditation eignet, zeigt auf sehr schöne Weise die Atemtherapeutin Carolin Vogel. Auf ihrer Webseite bietet sie verschiedene kostenlose Meditationen an, die ich dir hier vorstellen möchte.